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Kinder brauchen Zukunft Die größten Hoffnungen für das Kosovo richten sich auf seine Jugend. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre, eine der jüngsten Bevölkerungen Europas. Für die Zukunft des Kosovo ist es von entscheidender Bedeutung, dass diese Generation nicht länger in einer Atmosphäre von Perspektivlosigkeit, Abgrenzung, Trennung und Hass heranwächst. Diese Jugend verdient eine Chance sich im Geist der Verständigung, der Achtung, des Respekts zu entfalten. Sie braucht die Möglichkeit sich im europäischen Sinne zu bilden. Mädchen und Jungen unterschiedlicher Ethnien und verschiedener Glaubensbekenntnisse müssen neu lernen miteinander zu lernen und zu leben. Bildung ist die Grundlage für Entwicklung der Kinder, sie ist der Schlüssel für ihre Zukunft. Jean Monnet (1888 - 1979), ein bedeutender Vordenker und Gestalter des vereinigten Europa, sagte einmal: "Wenn ich nochmals zu beginnen hätte, würde ich beim Aufbau Europas weniger auf die Wirtschaft als vielmehr auf die Kultur und Bildung setzen." Das Kosovo als demokratisches, mehrheitlich islamisches Land Südosteuropas darf dabei - im Sinne Monnets - von Europa besonderes Engagement erwarten.
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Anders ausgedrückt sind es eben die Kinder, die das wertvollste Gut einer Gesellschaft sind.
Eine einfache Erkenntnis der in dieser Form leider nicht immer Rechnung getragen wird. Oft genug müssen Kinder unter Bedingungen aufwachsen, die weit hinter den Möglichkeiten der jeweiligen Gesellschaft zurückbleiben. Oft gibt es deutliche Ungleichgewichte bei der Behandlung von Mädchen und Jungen.
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Das Loyola-Gymnasium in Prizren antwortet auf diese Herausforderung. Bildung wird am Loyola-Gymnasium in Prizren nicht als reine Wissensvermittlung verstanden, sondern es geht ganz entschieden um die Vermittlung jener Werte, die die Kultur Europas prägen. In diesem Sinne ist die schulische Ausbildung eine zentrale Voraussetzung, um Zukunftschancen der kosovarische n Jugend in einem immer enger zusammenwachsenden Europa zu verbessern. Unser besonderes Augenmerk wird dabei in diesem zerrissenen, mehrheitlich muslimischen Land auf die Förderung der Mädchen gerichtet sein. Die im Kosovo üblichen Sekundarstufen I und II sind in einem klassischen Gymnasium zusammengefasst.Die Schüler kommen ab der 6. Klasse ins Loyola-Gymnasium. Der im Kosovo gültige Lehrplan wird bereits ab der 6. Klasse um die Fächer Deutsch und Latein mit jeweils fünf Wochenstunden ergänzt. Im Fach Deutsch soll das "Deutsche Sprachdiplom" erworben und in Latein mindestens das "kleine Latinum" erreicht werden. Als weitere Fremdsprache wird Englisch unterrichtet. Um das Angebot für das gesamte Kosovo nutzbar zu machen, gibt es neben dem Gymnasium zwei Internate, eines für Mädchen und eines für Jungen.
Lehrer und Erzieher sind Freunde der Schüler und Partner der Eltern. Lehrer und Erzieher unserer Schule werden in persönlichen Gesprächen sorgfältig ausgewählt. Wesentliche Kriterien für die Auswahl sind deren menschliche, pädagogische und didaktische Qualifikationen. Für alle Mitarbeiter ist die ständige Fort- und Weiterbildung verpflichtend. Das ständig wachsende Kollegium steht für die Umsetzung des kosovarischen Curriculums mit den genannten Erweiterungen sowie den am Loyola-Gymnasium geltenden Grundsätzen der Erziehung: " .... bemüht, Männer und Frauen für andere zu erziehen .... .... Das ständige Zusammenspiel von Erfahrung, Reflexion und Handeln in der Dynamik von Lehren und Lernen im Klassenzimmer ist also Kern der .... Pädagogik. .... ".
Das Loyola-Gymnasium wächst beständig. Am 16. April 2005 wurde der Grundstein gelegt. Bereits fünf Monate später wurden die Schule und die Internate für zunächst zwei Jahrgangsstufen, in Betrieb genommen. 180 Kinder nahmen die Schule in Besitz, fast 50 zogen in die Internate. Im Jahr 2007, also nur zwei Jahre später, ist die Zahl der Kinder auf über 300 gestiegen. Fast 100 davon leben in den Internaten. Im Schuljahr 2009/10, werden es etwa 720 Kinder sein, davon 350 bis 400 in den Internaten. Damit ist dann die maximale Kapazität der Schule und der Internate erreicht.
Der Verein wurde zur Unterstützung der Asociation "Loyola-Gymnasium" gegründet. Er soll darüber hinaus für Schülerinnen und Schüler des Loyola-Gymnasiums den Schüleraustausch aus und ins Kosovo vermitteln und fördern. |
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Gründungsmitgleider am 22. März 2007 (von links nach rechts): Jürgen Schwarzbach, Michael Werhahn-Röttgen, Dirk Baldus, Dirk Komitsch, Mentor Ukimeri, Dr. Michael Heßeling, Dr. Frank Röschinger, Erich Merz, Dr. Reinhold Festge, Rainald Gehringhoff (beratender Rechtsanwalt), Michael Spangemacher. |
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